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Mittwoch, 12. Dezember 2018 15:56

Björn Wassong als neuer Ortsvorsteher von Weyer und Urfey vereidigt – Der 35-Jährige tritt in die Fußstapfen seines Vaters Peter Wassong

Mechernich/Weyer/Urfey – Fährt man mit Björn Wassong durch den Ort, grüßen ihn alle, die ihm begegnen. Man kennt ihn in Weyer. Eine gute Voraussetzung für die neue Aufgabe, die er nun angenommen hat.

Björn Wassong ist neuer Ortsvorsteher von Weyer und Urfey. Jetzt wurde er vom Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick im Amt offiziell vereidigt. Er tritt damit in die Fußstapfen seines Vaters Peter Wassong.

„Das ist gut so“, begrüßt Schick die Entscheidung des Weyerers. Björn Wassong kenne den Ort wie seine Westentasche.

Bereits seit Jahrzehnten ist Wassong im Vereinsleben aktiv. Er kann eine lange Liste mit Ehrenämtern vorweisen. Der 35-Jährige ist Vorsitzender des Vereinskartells und der KG Weyerer Blömche, Trainer der Seniorenmannschaft des SV Concordia Weyer, aktiver Laiendarsteller beim Theaterverein Edelweiß Nettersheim und Büttenredner („Ne Jeck im Rähn“). In der Session 1996/97 war er Kinderprinz im Dreigestirn und 2014/15 „großer“ Prinz.

Björn Wassong ist neuer Ortsvorsteher von Weyer und Urfey. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Das Ohr immer an der richtigen Stelle

In der örtlichen Vereinswelt involviert zu sein, das sei für einen Ortsvorsteher eine ganz wichtige Voraussetzung, weiß Schick. So habe man das Ohr immer an der richtigen Stelle, um auf die Belange der Bürger einzugehen und kenne auch die Befindlichkeiten im Ort.

Fakt ist, Ortsvorsteher haben eine besondere Funktion und einen hohen Stellenwert in Mechernich. Sie fungieren als wichtiges Bindeglied und Nahtstelle zwischen dem Ort und der Stadtverwaltung. Sie tragen Anliegen der Bürger an die Verwaltung heran und bei Problemen werden sie auch moderierend tätig. Die „Chefs“ im Ort entlasten damit die Verwaltung. 44 Außenorte zählt insgesamt die Stadt.

Der neue Ortsvorsteher bringt dafür beste Voraussetzungen mit. „Björn ist einer, der die Abläufe in der Verwaltung bestens kennt“, so Schick. Der gelernte Verwaltungsangestellte ist – nach einer Fortbildung – als Verwaltungsfachwirt beim Bundesverwaltungsamt in Köln angestellt.

Konkrete Pläne für die Zukunft des Ortes hat Wassong bereits in petto: „Die Grundstücke sind rar in Weyer, das wäre vielleicht nochmal ein Projekt“, verrät er. Genauso wie einige Straßenerneuerungen, die fällig wären.

Im Rathaus wurde Björn Wassong (2.v.l.) vereidigt – mit dabei waren von der Stadtverwaltung Fachbereichsleiter Ralf Claßen (l.), Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (2.v.r.) und Manuela Holtmeier, Teamleiterin Politik / Bürgermeisterbüro. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Man macht sich als Ortsvorsteher nicht immer Freunde

Schick weiß: „Man macht sich auch nicht immer Freunde als Ortsvorsteher.“ So müsse man zuweilen die Bürger bei Versäumnissen auch auf ihre Pflichten aufmerksam machen. Dass sie ihre Hecken schneiden, wenn sie in den Verkehrsraum hineinragen, oder die Straße regelmäßig zu kehren.

Wassong ist in die Fußstapfen seines Vaters hineingewachsen. Schon als kleines Kind sei er vom Vater mitgenommen worden. „Ich weiß aus Erzählungen, dass er mich schon früh in der Kinderwippe mitgenommen und bei Terminen beim damaligen Bürgermeister in der Ecke abgestellt hat“, verrät er schmunzelnd. So bekam der kleine Björn schon früh das politische Gesehen mit. „Da wird man tatsächlich hineingeboren“, sagt Schick aus eigener Erfahrung.

Ob der Vater loslassen kann, wird sein Sohn während der Vereidigung gefragt. „Ich denke ja“, stellt Björn Wassong schmunzelnd fest. Mehr als 40 Jahre hatte sich Peter Wassong um Politik und Menschen in Mechernich gekümmert.

In den kommenden Jahren werde eine große Herausforderung sein, den Bestand zu bewahren, den man in den Orten über Jahrzehnte aufgebaut hat – sei es im Vereinswesen oder die Dorfgemeinschaftshäuser, meint Schick: „Die Generation, die nachwächst, muss man auf eine ganz andere Art und Weise motivieren, sich dem örtlichen Leben einzubringen.“

Die Bereitschaft der Menschen, sich ehrenamtlich einzubringen sei in der Zwischenzeit allerdings nicht gewachsen. Heute seien meist beide Partner berufstätig und die Zeit, die man gemeinsam verbringen kann, daher knapp.

Er sei sehr heimat- und ortsverbunden, sagt der 35-jährige Björn Wassong, der das Amt des Ortsvorstehers von seinem Vater Peter Wassong „erbt“. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Nachwuchsarbeit läuft vorbildlich

Wassong ist allerdings nicht bange um den Fortbestand des Vereinslebens. In Weyer fühle man sich gut aufgestellt, sagt er: „Die Nachwuchsarbeit aller Vereine in unserem Ort läuft vorbildlich.“

Die Jugendfeuerwehrgruppe boome. Der Sportverein unterhalte eine tolle und funktionierende Jugendspielgemeinschaft mit der SG Mechernich-Feytal-Weyer. Die Karnevalsgesellschaft habe nicht nur viele Tänzerinnen in den Garden, sondern fördere den Fortbestand der Kindersitzung, indem mit Kindern und Jugendlichen Reden, Sketche und Beiträge einstudiert werden. Und auch der Junggesellenverein wachse – trotz so mancher Heirat. Richtig und wichtig finde er jedoch, dass man dieses Engagement nicht als selbstverständlich ansehen sollte.

Wassong verrät, dass er stolz gewesen ist, als er von seinem Vater gefragt wurde, ob er das Amt übernehmen wolle. Voller Tatendrang steht er nun bereit für die neue Aufgabe: „Ich bin sowieso sehr heimat- und ortsverbunden. Da will ich schon Ähnliches leisten, wie mein Vater das getan hat.“

pp/Agentur ProfiPress

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