Kallmuth oder Weyer?

von Sophie Lange

In alter Zeit war in Kallmuth, das zur Pfarre Weyer gehörte, eine Kapelle. Die Entstehung dieser Kapelle hängt mit der Auffindung eines Gnadenbildes zusammen.

Folgendes erzählt man sich: Eines Tages bemerkte man neben der Burg Pützfeld in einem Stachelbeerstrauch ein Bild der schmerzhaften Mutter Gottes, das von einem hellen Glanze umgeben war. Wie es dahingekommen, wusste niemand. Man brachte es in die Pfarrkirche zu Weyer. Wie erstaunte man aber, als es am anderen Morgen nicht mehr in der Kirche war, sondern sich wieder in dem Strauch befand. Der Pfarrer glaubte, er habe das Bild nicht würdig genug empfangen und ließ es darum mit Kreuz und Fahne in feierlicher Prozession zur Kirche hinbringen. Aber auch jetzt fand man es am anderen Tage wieder an dem alten Platze. Das veranlasste den Burgherrn, an Ort und Stelle eine Kapelle zu errichten und das Bild zur Verehrung auszustellen. Später wurde die Kapelle durch eine Kirche ersetzt und in ihr befindet sich noch heute das Gnadenbild.

In: Gottfried Henßen: Sagen, Märchen und Schwänke des Jülicher Landes, Bonn 1955, Seite 173/174, Nr. 293

Die Kakushöhle, in der einst die Göttin Helic ihr mythisches Reich hatte, ist von drei besonderen Marienfiguren umgeben. Eine davon ist die Pieta von Kallmuth, die bis heute viele Pilger anzieht. Kallmuth liegt etwa 5 Kilometer nordwestlich der Kakushöhle.

Eine Mondsichelmadonna steht in der Pfarrkirche in Weyer, in der 1992 ein großer Matronenstein gefunden wurde. Maria steht auf der nach oben offenen Mondsichel, die auf einer Kugel ruht. Eine Schlange windet sich über Kugel und Mondsichel. Weiter ist ein Apfel sichtbar. Das leicht gesenkte Haupt der Muttergottes wird von einem Sternenkranz geschmückt. Die Hände sind demütig vor der Brust gekreuzt.

Eine fast gleiche Marienstatue befindet sich außerhalb der Kirche von Eiserfey; allerdings ist diese Figur erheblich dunkler. Es ist zwar keine „schwarze Madonna“, aber doch ein krasser Gegensatz zu der hellen Figur in der Pfarrkirche in Weyer.

Weyer liegt einen Kilometer südlich der Kakushöhle, Eiserfey einen Kilometer nördlich. So liegt die Höhle genau im Mittelpunkt des Schutzbereichs einer hellen und einer dunklen Madonna. Die Figuren der himmlischen Fürsprecherin schaffen außerdem den Ausgleich zu der Finsternis der Erdhöhle.

Eine ähnliche Marienfigur wurde 1865 in Kreuzweingarten erstellt. 1972 fiel dieser Bildstock der Straßenerweiterung zum Opfer und wurde nach Erftstadt - Niederberg verkauft. Dort steht die Madonna bis heute im Pfarrgarten. http://www.woenge.de/woeng/dorfbuch/index-rk.html

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Oktober
Samstag
28
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