Als am Bleiberg noch jeder nach Erz suchen durfte, stand bei Keldenich ein Schacht, den die Bergleute beim Einfahren in das Erdinnere benutzen mußten, Eine Fahrt (Leiter) führte von oben bis unten, von ihr aus konnte man seitlich in die verschiede¬nen Stollen abzweigen. Unter den Männern, die dort Tag um Tag herunterkletterten, gehörte auch ein Bergmann aus Weyer, der von Kobolden und Berggeistern, so oft die Bergleute das Gespräch darauf brachten, nichts wissen wollte. Eines Tages sollte er zu „Fassong" gebracht werden.

Auf der Plattform einer Sohle geisterte ihn eine Gestalt in weißem Gewand mit glü¬henden Augen an, als er die lange Schachtleiter hinunterstieg. „Hier kommt ein Geist, von dem niemand weiß, dem hat Gott befohlen, er soll den Kerl holen", klang es dem Bergmann hohl entgegen. Dieser aber nicht faul, ging dem zurücktretenden Geist nach und verarbeitete ihn mit einem kräftigen Bergstock derart, daß er „Auh und Wehe" schrie. „Dann soll de Düvel dich Lode von nem Jees holle", schrie er dem Fliehenden nach, drehte sich dann um und stieg tiefer ins Erdinnere, als ob nichts geschehen wäre. Der andere hat nie mehr Lust verspürt, die Rolle des Berggeistes zu übernehmen.

Nächster Termin

Herbstball in Weyer

Oktober
Samstag
28
20:00 Uhr
Bürgerhalle Weyer
Veranstaltung vom Vereinskartell

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