1801,1.1. Frieden von Luneville. Das linke Rheingebiet wird französisches Staatsgebiet.

1801,5.4. Weyer zählt 337 Einwohner.

1805 Den Pfarrern wird am 6. Januar durch Generalvikar Fonck der Befehl des Kaisers Napoleon 1. zur Kenntnis gebracht, am Sonntag nach Empfang des Schreibens von ier Kanzel die ganze Erklärung des Kardinal-Legaten über die abgeschafften Festta¬ge zu verkünden. Erwähnung von Maire (Bürgermeister) Latz.

1807,1.1. :v Gregorianische Kalender wird wieder anstelle des französischen Revolutions-..lender in Kraft gesetzt.

1812 Erwähnung von Maire (Bürgermeister) Fingerhuth. 1814 In der ersten Januarhälfte besetzen Truppen der Vereinigten Mächte unser Gebiet. Am 31. März wird durch die Pariser Konvention die Verwaltung der bis dahin französi¬schen Rheinlande als General-Gouvernement an Preußen übertragen.

1815 Durch Beschluß des Wiener Kongresses vom 10. Februar gelangt Preussen in den definitiven Besitz der Rheinlande.

1822,1.11. Bürgermeister Peter Gerhard Josef Eylertz verstorben.

1823,9.1. Franz Schmitz, Gutsbesitzer zu Burg Heistart. Holzheim, wird Bürgermeister der Bürgermeisterei Weyer.

1825 Neun Kinder sterben an den Masern. Hubert Wergen aus Heimbach wird zum Kaminfeger für die Bürgermeisterei Weyer ernannt.
DerAbschätzkommissar Sistig und der Klassierungskontrolleur Schliekum leiten die Arbeiten zur Klassierung der Grundgüter und Gebäulichkeiten in der Bürgermeiste¬rei Weyer ein.

1827,24.2. Erzbischof Graf Spiegel von Köln führt die alte Dekanatseinteilung wieder ein (44 Dekanate). Weyer kommt zum Dekanat Steinfeld.

1828,26.3. Der Bergmann Bertram Peters aus Weyer verunglückt tödlich im Bergschacht ..Wei-ße Erd" bei Dreimühlen.

1829 Pfarrer Hendrichs stiftet einen neuen Hochaltar und zwei Seitenaltäre. 1830 Margaretha Werker aus Köln stiftet für die Pfarrkirche einen großen Kronleuchter au> Kristall.

1831,6.5. Hauptmann Schmidt vom Generalkommando des 8. Armeekorps hält eine Besichti-gung über den Zustand der Wege in der Bürgermeisterei Weyer wegen Truppenbewe¬gungen. Alle Orte sind wegen den Unruhen in Belgien und Frankreich mit Truppe« belegt.

1832 Zur Abwehr und Bekämpfung der asiatischen Cholera werden für Heilmittel von da Bürgermeisterei 85 Taler 16 Silbergroschen ausgegeben.

1833,4.3. Die Regierung gibt ein Verzeichnis der im hiesigen Regierungsbezirke ansässigen, berechtigten Bauhandwerker bekannt. Aus Weyer, Franz Gerhards. Zimmermann.

1837,2.2. Der Kirchenvorstand beschließt, daß dem Vikar Gossen, der sich am 30. Juni de* Vorjahres von Weyer entfernt hat, vom Tage seiner Abreise an kein Gehalt aus da Kirchenkasse mehr zu zahlen.

1838 Die Erlaubnis zum Betrieb einer Gast- und Schenkwirtschaft besitzen in Weyer: Mathias Wilhelm Schneider. Johann Schneider, Servatius Axeler. Gebrüder Mauel.

1840 Beim Manöver preußischer Truppen im hiesigen Gebiet, gibt der Pfarrer freiwillig Soldaten im Pfarrhaus Quartier. Dafür erhält er vom Landrat ein Dankschreiben.

1840 Allerhöchsten Ortes wird befohlen, sämtliche Landwehrmänner und Wehrreuter bei-der Aufgebote auf den seit 7. Juni 1840 regierenden König Friedrich Wilhelm IV. vereidigen. Der Kommandeur des Landwehr-Bataillons Montjoie (Monschau). v< Seebach, hat für den feierlichen Akt angeordnet, daß an den fünf Appellplätz Schleiden, Hüngersdorf. Rescheid, Weyer und Dütteling die Leute in geschlosser Zuge zur Kirche geführt werden, wo ihnen der Eid abgenommen wird.

1841 In Weyer sind vorhanden bzw. wohnhaft: 80 Häuser - 478 Einwohner (alle katholisch).

1842 Juffer A.C. Eilertz hinterläßt testamentarisch der Kirche ein Weingut zu Ahrweiler, das am 14. April für 1774 Taler 15 Silbergroschen verkauft wird.

1842,15.10. Am Geburtstag des preußischen Königs konstituiert sich in Schleiden der Schleidener Hülfsverein für den Dombau in Köln. Unter den 71 Gründungsmitgliedern befindet »ich Pfarrer Arens von Weyer. Anstelle des verstorbenen Bürgermeisters Schmitz ist der Beigeordnete Heinrich Wilhelm Schruff zu Eiserfey zum provisorischen Bürgermeister von Weyer ernannt rden.

1846,21.7. Die Regierung in Aachen gibt bekannt: In den Gemeinden Eiserfey, Urfey mit Vollem und Kallmuth. Weyer und Zingsheim. Bürgermeisterei Weyer, ist die „Einführung der Gemeindeordnung vollendet".

1846,29.7. Abends um halb 10 Uhr verspürt man ein Erdbeben, welches sich durch einen etwa zehn Sekunden anhaltenden rüttelnden Stoß äußert und die Möbel in den Gebäuden bewegt.

1846 Im November bewilligt der Kirchenrat von Weyer der Bürgermeisterei Hellenthal ein Darlehn von 1.200 Taler gegen Sicherheit für den Straßenbau.

1848,1.2. Die am Wege vom Ort zur Kirche stehenden Weidenbäume, zu Leiterbäumen und Brettern vorzüglich geeignet, werden an Ort und Stelle meistbietend verkauft. Die Allee war von Pfarrer Hendrichs auf eigene Kosten angepflanzt worden.

1848 Josef Blum, Zingsheim, wird zum Bürgermeister der Bürgermeisterei Weyer ernannt.

1848,1.5. Als Wahlmänner im Kreis Schleiden werden gewählt: a i zur Wahl des Vertreters für die Nationalversammlung, von Weyer Johann Esser, b) zur Wahl des Vertreters für die verfassungsgebende Versammlung in Berlin, von Weyer Johann Esser.

1849,26.2. Vom 1. März 1849 erfolgt die Landbriefbestellung für den Ort Weyer von der Post-Expedition Kall.

1849 In Weyer wird ein Spritzenhaus gebaut.

1850,28.4. Die Korrespondenze nach dem Dorf Weyer, welche bisher von Kall aus bestellt wurde, ist für die Folge ausschließlich auf Münstereifel zu spedieren.

1850,11.5. Die zu dem Pfarrbezirk Weyer gehörenden Spezialgemeinden Weyer. Eiserfey. Urfey und Vollem vereinigen sich zu einer Einzelgemeinde.

1850,14.8. Johann Esser zum Gemeindevorsteher von Weyer ernannt.

1850,5.10. Die Regierung in Aachen gibt bekannt, daß die Gemeindeordnung vom 11.3.1850 in den Einzelgemeinden Kallmuth. Weyer und Zingsheim, Sammtgemeinde Weyer ein-geführt ist.

1850 Zu Ende des Monats Dezember brechen zu Urfey die Menschenpocken aus, und ist daselbst die 48 Jahre alte Frau des Heinrich Meurer daran gestorben. In Weyer sind ältere Leute, die in ihrer Kindheit die Pocken gehabt haben sollen, und Kinder, wel-che geimpft sind, daran erkrankt. In Weyer sind keine Todesopfer zu beklagen.

1852 Am Sonntag den 12. Januar Nachmittags während des Gottesdienstes, ist vom & Jahre alten Peter Josef Esser und dem 7 Jahre alten Peter Cremer zu Vollem Streichhölzchen ein Feuer in die bei dem Hause der Wwe. Koch gelegenen Heide-trau gelegt worden, wodurch dasselbe in Brand geriet und nicht nur das Haus der Wwe. Koch, sondern auch jenes des Müllers Peter Josef Desire und Josef Weckman« angesteckt und eingeäschert worden. Hätte die Cacilia Wiesbaum nicht die Kirche--besucher zur Hilfe geholt, wäre der ganze Ort Vollem eingeäschert worden.

1852,19.2. Thomas Jacobi zum Gemeindevorsteher von Weyer ernannt.

1852,18.10. Der Polizeidiener Wilhelm Hermanns ist im Alter von dreiundzwanzig Jahren ver-l storben.

1852 Josef Hermanns wird zum Polizeidiener ernannt.

1853,7.2. Entzündet sich das Gas der Eisensteingrube auf der sogenannten Pohl bei Eise durch die Lampen der Bergleute. Zwei von ihnen, dem Thomas Huth und Peter Vogt. von Weyer, verbrannte dabei die Kleidung auf dem Leib. Sie würden ein Opfer der Rammen geworden sein, wenn sie sich nicht in ein Wasserbehältnis geflüchtet hät-ten.

1853 Der Nagelschmied Peter Latz vermacht der Armenverwaltung Weyer 70 Taler unter _er Bedingung, daß für die jährlich anfallenden Zinsen Brot zu backen ist, und am Tage des hl. Petrus unter die Armen von Weyer verteilt wird.

1853,28.9. Bürgermeister Blum gibt bekannt, daß der Gutsbesitzer Hubert Peiner zu Urfey beab¬sichtigt, auf seinem Gut an dem Weg nach Weyer einen Kalkofen anzulegen. Schreinermeister Barth. Marx. Elsenborn, fertigt zwei neue Seitenaltäre für die Pfarr-kirche Weyer.

1855,1.8. Bürgermeister Blum beabsichtigt die Verpachtung eines oberhalb Vollem am Weg nach Kallmuth gelegenen Gemeindegrundstückes zur ..Gewinnung des darauf erfindlichen Bleistoffes."

1856 Die Armenverwaltung zu Weyer verleiht 1000 Taler gegen vorschriftsmäßige Sicher-heit.

1857,24.9. Der Gerichtsvollzieher Jungblut läßt im Dorf Weyer, auf der Wasche genannt, gegen gleich bare Zahlung circa sechszig Scheffel gewaschenen Eisenstein versteigern.

1858 Erteilt das Erzbischöfliche Generalvikariat am 28. Januar die Genehmigung, den Boden des Chores mit Marmorplatten zu belegen.

1859 Bei der Catharina Dederichs aus Weyer, wird durch den sogenannten Kaiserschnitt eine Entbindung vorgenommen. Ausgeführt von Dr. Schlecht. Münstereifel und Dr. Neukirch. Mechernich. Nach Ablauf von drei Tagen stirbt Frau Dederichs und nach acht Tagen der Säugling.

1859,9.7. Die Erdarbeiten zu dem neu anzulegenden Weg zwischen Weyer und Eiserfey Uber Dreimühlen, 540 Ruthen lang, in vier Abteilungen und zu 2.400 Taler veranschlagt, und die Arbeiten zur Errichtung vier verschiedener Brücken und Durchlässe auf der-selben Strecke, veranschlagt zu 450 Taler, werden dem Wenigstfordernden in Verding gegeben.

1867 Die approbierte Hebamme Magdalena Strunck läßt sich in Weyer nieder. Sie löst die aus Altersschwäche nicht mehr dienstfähige Hebamme Frau Hochgürtel aus Weyer ab.

1867 Um die Besetzung einer Lehrerstelle entsteht ein Bürgerprotest. der sich durch einen, in der Nacht vom 18. zum 19. Februar auf der Straße verübten, beklagenswerten Lärm und groben Unfug sowie durch eine (dem nachfolgenden Lehrer) bei Nacht auf der Straße widerfahrene Mißhandlung äußerte. Danach werden sechs Einwohner von Weyer zu drei Tagen Arrest verurteilt, und der Ortsvorsteher, einer absichtlichen Ver¬säumnis seiner Amtsobliegenheiten dabei verdächtigt, veranlaßt, sieh von allen öf¬fentlichen Gemeindeangelegenheiten zurückzuziehen.

1868,2.5. Josef Volheim aus Eiserfey gibt den ..Schuldnern der Kirchenfabrik zu Weyer" be-kannt, daß er zum Rendanten derselben ernannt ist.

1868,7.12. Bürgermeister Blum gibt bekannt, daß am Montag 7. Dezember, vormittags um 10 Uhr im Bürgermeisteramt alle Bleischlacken, die noch reichlich Blei enthalten sol¬len, die sich in einer Wegstrecke von 15 Ruthen Länge unterhalb des Dorfes Urfey finden, öffentlich meistbietend verkauft werden.

1870,22.4. 20-30 Pferde können noch eine geraume Zeit bei der Abfuhr von Kies von Keldenich nach Heistert beschäftigt werden. Zu erfragen bei Fuhrunternehmer Weber in Weyer.

1873,21.7. Mit dem 1. September wird in Eiserfey. Kreis Schleiden, eine Postagentur in Wirk-samkeit treten, zu deren Bestellbereich die Orte Dreimühlen. Vollem. Urfey. Kallmuth. Weyer. Harzheim und Holzheim gehören.

1873,28.10. Bei der Wahl der Wahlmänner für das Abgeordnetenhaus werden gewählt: Im Urwahlbezirk Weyer, Rektor Hinzen. Eiserfey. Wilhelm Naßheuer. Weyer. Pfarrer Krüll, Kallmuth. Joseph Jacobi. Weyer. Clemens August Schmitz. Eiserfey.

1873 Kraft einer päpstlichen Vollmacht und Einwilligung der Oberin vom Kloster der inni-gen Anbetung in Bonn, wird der Schwester Martha, vor den Klostertoren Margarete Derichs aus Weyer genannt, die am 20. Juli 1862 die Gelübde abgelegt hat, gestartet, das Kloster zu verlassen und den Michael Mauel zu ehelichen.

1874,30-4. Bürgermeister Blum vergibt die Arbeiten zur Errichtung „eines zweiten Schullok^> zu Weyer." Die Arbeiten sind zu 1870 Taler veranschlagt.

1874,9.5. Regierungspräsident von Leipziger besucht in Begleitung des Landrats von HarfL von Blankenheim über Tondorf und Engelgau kommend, in Weyer und Eiserfey dac Schulen und die Pulverfabrik.

1874,8.7. Elisabeth Feyen aus Weyer läßt sich als approbierte Hebamme in ihrem Heim, nieder.

1874,2.9. In der Zeit vom 2. bis 14. September beziehen aus Anlaß der Herbstmanöver, ad sechsTagen in Weyer und Eiserfey die 9., 11. und 12. Kompanie des Hohenzollernscheai Füselier-Regiments Nr.40, die L, 3., 4. und 5. Kompanie des Rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 65, die 5. Eskadron des Rheinischen Kürassier-Regiments Nr. 8 und die 2. Batterie der ? Abteilung des Rheinischen Feldartillerie-Regiments Nr. 23 Quartier. Für die insgesamt einquartierten 833 Mann mit 127 Pferden werden 361 Reichstaler^ 26 Silbergroschen Entschädigung gezahlt.

1874 Die Errichtung eines zweiten Schulsaales zu Weyer wird dem Unternehmer Roben schon zu Ahrhütte zu 1.869 Reichstalern in Verding gegeben.

1875 Der Mangel an Dienstboten ist in der Bürgermeisterei Weyer fortwährend spürbar. Für den Jahreslohn von 80 bis 100 Taler sind gewöhnliche Ackerknechte ebensJ schwierig zu finden, wie Mägde für einen solchen von 40 bis 60 Taler.

1875 In den Monaten Oktober und November erkranken zahlreiche Kinder in der Bürgern meisterei an der „Bräune."

1875,1.12. Nach der Volkszählung am 1. Dezember zählt die Gemeinde Weyer an Einwohnet männlich weiblich insgesamt 536 532 1068

1875 Die Kirchenfabrik Weyer gewährt der Zivilgemeinde Weyer ein Darlehen von 900.- Mark.

1876 Der in diesem Jahr fertigestellte zweite Schulsaal in Weyer erforderte 5.718 Mark. Kosten verteilen sich: auf den Kostenanschlag mit 93.- Mark auf die Bauausführung mit 5.267,- Mark auf Kosten für die Revision mit 102.- Mark auf Kosten für Utensilien mit 250.- Mark

1876 März Ein orkanähnlicher Sturm wütet in der Bürgermeisterei Weyer. Schornsteine stürzen Dächer werden abgedeckt und Bäume entwurzelt. Es entsteht bedeutender Schaden

1876.2.10. In Urfey brennt am Vormittag das Leyendeckersehe Wohnhäuschen bis auf den Grund nieder. Das Mobilar wird gerettet. Das Häuschen ist mit 240,- Mark bei der Rheini-Provinzial-Feuer-Societät versichert.

1876.21-11. Lehrer-Aspirant Joseph Reuter wird an der zweiten Klasse der Schule Weyer fen, nachdem der in dieser Klasse fungierende Lehrer Peter Servatius Latz zum n Lehrer ernannt wird. Er übernimmt die bis dahin von seinem Sohn geleitete se. der ins Seminar nach Boppard geht.

1877-1-4 Gemeinde Weyer führt die Erhebung der Gemeinde-Einkommenssteuer ein.

1877-27-7 Der im Juni dieses Jahres gegründete „Cäcilien Verein" in Weyer entbietet dem Bür-eister Jacob Blum einen gereimten Glückwunsch zu seinem Namenstag.

1877 September end der diesjährigen Herbsmanöver hat die Bürgermeisterei Weyer 33 Offiziere. Mannschaften und 160 Pferde im Quartier.

1878-29-6 Erstes Stiftungsfest des Cäcilien-Gesang-Vereins zu Weyer. Großes Vocal- und In-Tiental-Concert in der sehr romantischen Cacus-Höhle. unter Mitwirkung des nicher-Knappen-Harmonie-Vereins und mehrerer Gesang-Vereine.

1878,20.7. 1S78 sind zwei Attentate auf den Kaiser verübt worden. Um nun jedem Gelegenheit bieten, seine Liebe und Anhänglichkeit zu seinem schwer geprüften und heimge-ten Landesvater tatsächlich zu bekunden, wird eine Sammlung angeregt, die so¬nnte Wilhelms Spende. Sammlung ist in der Bürgermeisterei Weyer am 20., 21. und 22. Juli durchge führt worden, und wird der reiche Ertrag derselben von 38 Mark und 74 Pfennigen, sowie die allgemeine Beteiligung zur Genüge beweisen, mit welch aufrichtiger Liebe auch die Insassen hier an ihrem vielgeliebten Landesvater hangen.

1878,26.8. In der Bürgermeisterei Weyer wird morgens gegen 9 Uhr ein Erdbeben verspürt, das einige Sekunden dauert. Schaden entsteht nicht.

1878,1.10. Der aus dem Lehrer-Seminar entlassene Schulamtskandidat Wilhelm Schneiders au^ Kelz wird als erster Lehrer an die Schule in Weyer berufen. Der bisherige Lehrer der 1. Schulklasse Peter Servatius Latz übernimmt wiederum die 2. Schulklasse, und der Schulamts-Aspirant Reuter wird entlassen. Lehrer Schneiders erhält ein Jahresgehalt von 1.050,- Mark, zu dem ein Staatszu-schuß von 345,- Mark geleistet wird.

1879 In der Nacht vom 8. zum 9. September biwakiert die 31. Infanterie Brigade in der Nähe des Ortes.

1881 Der in Weyer geborene Pfarrer Heinrich Jacobi vermacht der Pfarrgemeinde'zu Weyer 800,- Mark, mit der Bedingung, dafür neue Kirchenbänke anzuschaffen.

1881,1.4. Die Gemeindeumlagen in diesem Rechnungsjahr betragen in der Gemeinde Weyer 206 v.H.

1881 In der Nacht vom 24. zum 25. Dezember wird ein Einbruch in die Kirche verübt u dabei der Tabernakel aufgebrochen. Die Hostien findet man verstreut auf dem We; nach Dreimühlen. Der Bildhauer Schmidt aus Marmagen schafft als Erstlingswerk den Predigtstuhl für die Kirche zu Weyer.

1884,6.7. Der Gesangverein ..Cacilia" Weyer veranstaltet in den schönen Kakussteinen zu Drei-mühlen ein Sängerfest, an dem neun auswärtige Vereine teilnehmen.

1884,15.10. Die Regierung in Aachen gibt das Verzeichnis der Wahlmänner für die Ersatzwahl eines Abgeordneten für den verstorbenen Karl Kreuser bekannt. Für den Urwahlbezirk Weyer: Zingsheim Friedrich Wilhelm in Urfey, Rosenbaum Anton in Zingsheim. Jacobi Joseph in Weyer, Naßheuer Mathias Wilhelm in Weyer, Hinzen, Rektor in Eiserfey, Knill, Pfarrer in Kallmuth.

1885,27.1. Bürgermeister Blum schreibt die Lieferung von 700 bis 800 Stück achtpfündigen Schwarzbroden für die Armen der hiesigen Bürgermeisterei aus.

1885 Der Gesangverein Weyer stiftet ein Fenster für die Kirche mit der Darstellung der hl. Cacilia.

1887,10.5. Der aus Weyer stammende, auf dem Konservatorium in Sondershausen ausgebildete Sänger Johann Josef Schneider, gibt unter Mitwirkung des Kaller Gesangvereins ..Liederkranz" in Kall ein Konzert.

1887,24.7. Die Gemeinde Weyer vergibt die Arbeiten am Bau eines Stall- und Latrinengebäudes bei der Schule daselbst, welches zu 900,- Mark veranschlagt sind.

1887,4.9. Bei der Feier des 25 jährigen Priesterjubiläums des Pfarrers Hinzen von Keldenich wirkt der Gesangverein Weyer mit.

1887 Bei den Herbstmanövern wird Weyer an folgenden Tagen mit Truppen der 16. Divi-sion (Trier) belegt: 17. und 18. September Stab und 2 1/2'Comp. 1/69: 11 Offiziere. 183 Mannschaften, 5 Pferde. 26. September 1/2 3. Eskadron Dragoner Regiment 7: 3 Offiziere, 55 Mannschaften, 62 Pferde.

1889,8.10. Die im Genossenschaftsregister unter Nr. 3 eingetragene Firma der Genossenschaft „Weyerer Darlehenskassen-Verein eingetragene Genossenschaft", führt fortan die Firma „Weyerer Darlehnskassen- Verein, eingetragene Genossenschaft mit unbe¬schränkter Haftpflicht."

1890,27.2. Am 15. März tritt in Weyer eine Posthülfsstelle in Wirksamkeit.

1890,13.7. Erzbischof Philippus Krementz. Köln, weilt zur Visitation und Firmung in Weyer.

1890,26.8. In der Zeit vom 26.8. bis 30.8. sind in den Gemeinden Weyer und Kallmuth insge-samt 5 Offiziere. 135 Mannschaften mit 105 Pferden einquartiert.

1890,16.10. In Weyer werden durch Feuer die Wohnhäuser des Peter Latz sen. und der Ww. Paul Koch und die Scheune der Ww. J.W. Voßel gänzlich vernichtet und verschiedene Nebengebäude beschädigt. Die Versicherung zahlt 2.556.- Mark an Entschädigung.

1890,1.12. Nach dem Ergebnis der Volkszählung am 1. Dezember leben in Weyer 528 Einwoh-ner in 105 Häusern. Drei Häuser sind unbewohnt. In Urfey leben 57 Einwohner in 13 Häusern. In Dreimühlen leben 57 Einwohner in 8 Häusern. Ein Haus ist unbewohnt. 1891 Zur Aufrechterhaltung der Ordnung in der Kirche wird Stefan Feyen von Eiserfey zum ersten Kirchenschweizer der Pfarre Weyer bestellt. Ihm folgen in späteren Jahr-zehnten noch Johann Huth aus Weyer und Josef Müllenborn aus Vollem.

1891 Der Lehrer Johann Latz von der zweiklassigen Schule Weyer wird nach Stolberg versetzt und an dessen Stelle der Schulamtskandidat Hermann Krings aus Straelen (Kreis Heinsberg) berufen.

1891,1.4, Die Umlage zur Bestreitung der Gemeindebedürfnisse wird in der Gemeinde Weye-auf 181 v.H. festgesetzt.

1891,28.6. In der Nacht vom 28. zu 29. Juni brennen die Gebäude des Ackerers Johann Heinrich Schneider in Urfey gänzlich nieder. Die Versicherung zahlt 1.950.- Mark.

1891,31.12. Der Polizeidiener der Bürgermeisterei Weyer, Josef Kurth aus Zingsheim, beendet seinen Dienst wegen hohen Alters

1892,16.4. In das „Handels-Gesellschafts-Register" desAmtsgerichts Gemünd wird unter Nr. 31 eingetragen die Handelsgesellschaft unter der Firma „Nassheuer & Cie." mit Sitz in Weyer. Die Gesellschafter sind: 1. Mathias Nassheuer, Kaufmann, und 2. Herrn. Offermann, Bäcker, beide zu Weyer. Die Gesellschaft begann am 1. April 1892.

1894,1.7. Im Landzustellbereich Eiserfey wird in Weyer eine Posthülfsstelle eingerichtet. Die am 15. März 1890 in Weyer eingerichtete Posthülfsstelle wurde zwischenzeitli^-i aufgehoben.

Nächster Termin

Herbstball in Weyer

Oktober
Samstag
28
20:00 Uhr
Bürgerhalle Weyer
Veranstaltung vom Vereinskartell

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