Am vergangenen Freitag wurde die Internetseite Ziel eines Hackerangriffs. Wie Ingo Keller erläutert, waren die Auswirkungen schnell sichtbar: Beim Aufruf der Seite erschien zunächst nur noch ein blauer Bildschirm. Nach Erkennen des Ausmaßes wurde die Internetseite vorsorglich vom Netz genommen und durch einen entsprechenden Hinweis ersetzt. Diese Maßnahme war notwendig, um weiteren Schaden zu verhindern und die Ursache eingehend prüfen zu können.
Bei dem Angriff wurde Schadsoftware eingesetzt, die Veränderungen an der Programmierung der Internetseite vorgenommen hat. Dadurch konnte die Website nicht mehr korrekt dargestellt werden. Solche Angriffe lassen sich am ehesten mit einem Computervirus vergleichen: Sie greifen bestehende Systeme an, beeinträchtigen Funktionen und verursachen erheblichen Arbeitsaufwand. Die Motive reichen dabei von finanziellen Interessen bis hin zur gezielten Störung.
Wichtig ist der Hinweis, dass für die Besucher zu keiner Zeit eine Gefahr bestand. Der Angriff richtete sich ausschließlich gegen die Programmierung der Internetseite und nicht gegen die Geräte der Nutzer. Wer die Seite aufgerufen hat, musste sich somit keine Sorgen machen, dass Computer, Smartphones oder persönliche Daten gefährdet waren.
Betroffen war das sogenannte Template – die technische Vorlage, die für die Darstellung der Inhalte auf verschiedenen Endgeräten verantwortlich ist. Dieses Template wird von zahlreichen Vereinen, Unternehmen und Privatpersonen genutzt. Der Angriff richtete sich dabei nicht gezielt gegen die Internetseite in Weyer, sondern nutzte eine Sicherheitslücke in diesem weit verbreiteten System aus. Nach aktuellem Kenntnisstand dürften davon mehrere Hundert Internetseiten in Deutschland betroffen gewesen sein.
Die Inhalte selbst blieben vollständig erhalten. Bilder, Berichte und Dokumente wurden nicht beschädigt. Betroffen war ausschließlich das Template, also der Darstellungsbereich der Internetseite. Auch wenn ein solcher Vorfall für Betreiber äußerst belastend ist, handelt es sich im Vergleich zu vielen anderen Angriffen um einen vergleichsweise glimpflichen Ausgang.
Um zukünftige Risiken zu minimieren, wurde entschieden, das bisherige Template nicht weiter zu verwenden und dieses durch ein neues zu ersetzen. Diese soll eine höhere Sicherheit bieten und bekannte Schwachstellen vermeiden.
Ziel war es, die Bürgerinformation für Weyer so schnell wie möglich wieder bereitzustellen. Daher wurde die Internetseite inzwischen mit den wichtigsten Funktionen wieder in Betrieb genommen. Aktuelle Nachrichten und Informationen stehen wieder wie gewohnt zur Verfügung. Auch der WhatsApp-Kanal ist weiterhin erreichbar. Facebook und Instagram waren von dem Vorfall nicht betroffen und funktionierten durchgehend ohne Einschränkungen.
Da die Internetseite derzeit in der Darstellung neu eingestellt werden muss, kann es in den kommenden Tagen und Wochen noch zu vereinzelten Darstellungs-, Formatierungs- oder Sortierungsfehlern kommen, etwa im Pressebereich / Archiv. Diese werden nach und nach behoben.
Da die Internetseite ehrenamtlich betreut wird, kann die vollständige technische Anpassung einige Zeit in Anspruch nehmen. Die laufenden Arbeiten erfolgen fortlaufend neben dem regulären Betrieb.
Zum Abschluss wird für das entgegengebrachte Verständnis, die Geduld sowie die zahlreichen positiven Rückmeldungen gedankt. Die große Unterstützung aus der Bevölkerung zeigt den hohen Stellenwert der Internetseite für die Bürgerinformation in Weyer.
