Erstes gemeinsames Treffen ehemaliger und aktiver Mitarbeiter aus Leitstelle, Notfallrettung, Notärzteschaft und Verwaltung im Kreis Euskirchen findet großen Zuspruch
Weyer/Kreis Euskirchen. Es begann mit einem Gespräch bei einer Tasse Kaffee. Werner Könn und Michael Lock stellten fest, dass sich viele frühere Kolleginnen und Kollegen aus Leitstelle, Notfallrettung und Rettungsdienst inzwischen häufig nur noch bei traurigen Anlässen wiedersahen. Daraus entstand eine einfache Idee: Warum nicht einen Abend organisieren, an dem sich ehemalige und aktive Kräfte in geselliger Runde wiedersehen?
Die Idee hatte dabei auch eine Portion Humor. Nicht erst bei einer Beerdigung sollte man sich wieder begegnen, sondern lieber vorher gemeinsam einen schönen Abend verbringen, bevor man selbst in die Kiste springt. Ein Gedanke, der offensichtlich auf große Zustimmung stieß. Michael Lock genoss im Kreis seiner ehemaligen Kolleginnen und Kollegen große Sympathie und fand damit für die gemeinsame Idee schnell viele Unterstützer.
Am Freitag, 25. September, wurde diese Idee im Bürgerhaus Weyer Wirklichkeit. Erstmals kamen ehemalige und noch aktive Kräfte aus dem operativen Dienst des Amtes 38.3 und 38.4, der Leitstelle, der Notfallrettung, der Notärzte, der Verwaltung sowie aus weiteren mit dem Rettungsdienst verbundenen Bereichen des Kreises Euskirchen zusammen.
Vom Norden bis in den Süden des Kreises Euskirchen reichten die Herkunftsorte der ehemaligen und aktiven Kolleginnen und Kollegen. Als Veranstaltungsort wurde bewusst Weyer gewählt: Der Ort ist offiziell der geografische Mittelpunkt des Kreises Euskirchen und damit ein passender Treffpunkt für die aus Flamersheim, Euskirchen, Nettersheim, Tondorf, Reerscheid, Zülpich, Mechernich, Kall und vielen weiteren Orten angereisten Teilnehmer. Hinzu kam, dass Organisator Michael Lock selbst in Weyer wohnt. Mit dem Bürgerhaus stand schließlich auch der passende Rahmen für den gemeinsamen Abend zur Verfügung.
Der Zuspruch für die Veranstaltung war groß: Rund 210 ehemalige und aktive Kolleginnen und Kollegen waren eingeladen, 164 signalisierten bereits im Vorfeld ihr Interesse an einer Teilnahme. Am Abend selbst kamen rund 100 Gäste im Bürgerhaus Weyer zusammen und nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Wiedersehen und gemeinsamen Austausch.
Um 18 Uhr begann der Abend. Einen festen Veranstaltungsablauf gab es nicht. Vielmehr stand das persönliche Wiedersehen im Mittelpunkt. Alte Geschichten wurden hervorgeholt, Erlebnisse aus dem Berufsalltag ausgetauscht und Erinnerungen an gemeinsame Dienstzeiten lebendig. Dabei wurde schnell deutlich, dass die beruflichen Verbindungen auch viele Jahre nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst Bestand haben.
Für eine besondere Verbindung zwischen den Generationen sorgte auch die große Altersspanne der Teilnehmer. Der älteste Gast steht kurz vor seinem 90. Geburtstag. So saßen mehrere Generationen von Kräften zusammen, die teilweise über viele Jahre gemeinsam im Rettungsdienst tätig waren oder noch heute dort arbeiten.
Bei Bratwürstchen und Getränken entwickelte sich schnell eine gesellige Atmosphäre. Unterstützung an der Theke erhielten die Organisatoren passend zur Veranstaltung von der Freiwilligen Feuerwehr Weyer, die diese Aufgabe gerne und mit viel Herzblut übernahm.
Aus der spontanen Idee von Werner Könn und Michael Lock wurde damit ein Abend, der rund 100 ehemalige und aktive Kräfte zusammenbrachte. Die zahlreichen Gespräche und die gesellige Atmosphäre machten deutlich, dass der Wunsch nach einem solchen Austausch groß ist.
Entsprechend fiel auch das Fazit des Abends aus: Es soll nicht bei diesem ersten Treffen bleiben. Die Teilnehmer möchten die Gelegenheit künftig wieder nutzen, um alte Kontakte zu pflegen und gemeinsam einige gesellige Stunden zu verbringen. Was mit einem Gespräch bei einer Tasse Kaffee begann, könnte damit zu einer neuen Tradition werden.
