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    Ein Dorf sagt Danke – Weyer verabschiedet M. + M. Arns in den wohlverdienten Ruhestand

    Es war ein Abend voller Dankbarkeit, Erinnerungen und großer Wertschätzung: Weyer verabschiedete Marianne und Margret Arns in den wohlverdienten Ruhestand. Um 17 Uhr begann die Feier auf dem Hof der traditionsreichen Konditorei M. + M. Arns, und schon zu Beginn füllte sich dieser mit zahlreichen Gästen. Selbst ein kurzer Regenschauer konnte der guten Stimmung nichts anhaben. Schnell fanden sich alle wieder zusammen, um zwei Frauen zu ehren, die ihre Konditorei 33 Jahre und 8 Monate mit Leidenschaft, Herzblut und handwerklichem Können geführt haben. An diesem Abend wurde deutlich: Ein ganzes Dorf war gekommen, um Danke zu sagen.

    Mit dem Abschied der beiden Schwestern endet zugleich ein Stück Weyerer Dorfgeschichte. Seit der Gründung ihrer Konditorei im November 1992 hatten Marianne und Margret Arns Generationen von Kundinnen und Kunden mit ihren Kuchen, Torten und Backwaren begeistert. Was einst als Nebengewerbe begann, entwickelte sich zu einer festen Größe im Dorf. Besonders ihre handwerklich gefertigten Kuchen machten die Konditorei weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Für viele Menschen gehörte ein Besuch bei M. + M. Arns über Jahrzehnte ganz selbstverständlich zum Alltag.

    Aus Weyer sowie aus Eiserfey, Dreimühlen, Kallmuth, Harzheim und vielen weiteren Orten waren Besucher gekommen, um den beiden Schwestern persönlich für ihr jahrzehntelanges Wirken zu danken. Der große Zuspruch zeigte eindrucksvoll, welchen Stellenwert Marianne und Margret Arns weit über die Ortsgrenzen hinaus genießen.

    Für den musikalischen Rahmen sorgten zunächst die Chorgemeinschaft Kallmuth-Weyer mit einer stimmungsvollen Gesangseinlage und anschließend der Musikverein Harmonie Weyer, der die Gäste rund eineinhalb Stunden bestens unterhielt. Auch zahlreiche Vereine erwiesen den beiden ihre Anerkennung. Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Weyer, des Sportvereins "Concordia Weyer", der Karnevalsgesellschaft "Weyerer Blömche", des Junggesellenvereins "Weyerer Wildschweine" waren ebenso anwesend wie der Bürgermeister der Stadt Mechernich, Michael Fingel.

    Für einen besonders emotionalen Moment sorgte die Vorstellung des eigens für Marianne und Margret Arns geschriebenen Liedes „Ein Stück Heimat“. Zu ihren Ehren und als Ausdruck ihrer tiefen Verbundenheit mit Weyer erzählte das Lied von ihrem jahrzehntelangen Wirken, ihrer Herzlichkeit und der Bedeutung ihrer Konditorei für das Dorf. Die einfühlsamen Zeilen berührten viele Gäste und fanden großen Anklang.

    In seiner Ansprache würdigte Ortsbürgermeister Björn Wassong das Lebenswerk der beiden Schwestern. Mit ihrem Eintritt in den Ruhestand gehe nicht nur das Ende einer Ära der Nahversorgung in Weyer einher. Die traditionsreiche Konditorei sei über viele Jahrzehnte ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Gemeinschaft gewesen. Besonders ihre weit über die Grenzen Weyers hinaus bekannten Kuchen und Backwaren hätten Generationen von Menschen begeistert und den Namen von M. + M. Arns und den Ort Weyer, weit über die Region hinaus bekannt gemacht.

    Auch Mathias Hansen, Vorsitzender des Vereinskartells Weyer, bedankte sich herzlich für die jahrzehntelange Unterstützung der Vereine. Kaum ein Fest im Ort sei ohne die köstlichen Kuchen der Geschwister denkbar gewesen. Gemeinsam mit den Ortsvereinen, dem Kindergarten, dem Kirchenvorstand und Ortsbürgermeister Björn Wassong überreichte das Vereinskartell den beiden als Zeichen des Dankes eine eigens angefertigte Holzbank mit der Inschrift „M+M Arns“ sowie einen Gutschein. Die Bank wird künftig im Vorgarten der Schwestern an die vielen schönen Jahre und ihre enge Verbundenheit mit Weyer erinnern.

    Eine weitere besondere Überraschung wartete auf Marianne und Margret Arns: Fast alle Gäste verewigten sich mit ihrer Unterschrift auf einem Erinnerungsbild und bedankten sich für die unzähligen süßen Momente, die ihnen die Geschwister über viele Jahre bereitet hatten. Darüber hinaus wurden die beiden mit dem Orden des St. Georgsritts aus Kallmuth ausgezeichnet – als Zeichen der Anerkennung und des Dankes für ihr langjähriges Wirken und ihre Verbundenheit mit der Gemeinschaft.

    Für das leibliche Wohl war selbstverständlich bestens gesorgt. Die Nichten und Neffen kümmerten sich gemeinsam mit den Geschwistern und ihren Familien im eigens aufgebauten Bierpavillon um den Ausschank der Getränke, während die Frittenbude Heck die zahlreichen Besucher mit herzhaften Speisen versorgte. Der engagierte Einsatz der gesamten Familie machte einmal mehr den außergewöhnlichen Zusammenhalt deutlich, der die Familie Arns seit jeher auszeichnet und der allen Familienmitgliedern besonders am Herzen liegt.

    Ein ganz besonderer Höhepunkt war jedoch, dass Marianne und Margret Arns ihre Gäste ein letztes Mal mit ihren berühmten Teilchen verwöhnten. Viele nutzten die Gelegenheit, den unverwechselbaren Geschmack ihrer Backwaren noch einmal in besonderer Atmosphäre zu genießen.

    Unter den Gästen befanden sich auch langjährige Wegbegleiter. So war auch die Bäckerei Milz aus Marmagen vertreten, die bis vor einem Jahr täglich frisches Brot und Brötchen an die Konditorei lieferte und den beiden Schwestern ihre Wertschätzung persönlich entgegenbrachte.

    Ganz im Sinne der Gastgeberinnen stand eine Spendenbox bereit, die von vielen Gästen großzügig bedacht wurde. Damit erfüllten viele Besucher den Wunsch der beiden Schwestern, auf Geschenke zu verzichten und stattdessen hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen. Das gesammelte Geld kommt einem guten Zweck zugute – ein weiterer Beleg für die Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe, die Marianne und Margret Arns stets ausgezeichnet haben.

    Immer wieder waren die beiden Schwestern sichtlich gerührt. Sie freuten sich von Herzen, diesen besonderen Abschied gemeinsam mit so vielen vertrauten Gesichtern feiern zu dürfen. Die große Anteilnahme, die herzlichen Worte und die vielen Gesten der Wertschätzung machten deutlich, wie sehr Marianne und Margret Arns die Menschen über Jahrzehnte begleitet und bereichert haben.

    Am Ende dieses besonderen Abends wurde eines deutlich: Marianne und Margret Arns haben Weyer weit mehr geschenkt als Brot, Brötchen, Torten und Kuchen. Ihre Konditorei war über mehr als drei Jahrzehnte ein Ort der Begegnung, an dem Menschen zusammenkamen, Neuigkeiten austauschten und Gemeinschaft lebten. Mit ihrem handwerklichen Können, ihrer Herzlichkeit, ihrer Hilfsbereitschaft und ihrem unermüdlichen Einsatz haben sie das Dorfleben nachhaltig geprägt.

    Mit der Schließung der Backstube endet zwar ein Stück Weyerer Dorfgeschichte, doch Marianne und Margret Arns bleiben ihrem Heimatort selbstverständlich erhalten. Wo früher oft die Arbeit rief und der nächste Kuchen auf seine Fertigstellung wartete, bleibt nun mehr Zeit für Gespräche und Begegnungen. Die Liebe, Aufmerksamkeit und Wertschätzung, die sie ihrem Heimatort und seinen Menschen über viele Jahre entgegengebracht haben, erhielten sie an diesem Abend in beeindruckender Weise zurück.

    Es war ein würdevoller Abschied von einem außergewöhnlichen beruflichen Lebenswerk und zugleich der Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Die Backstube mag ihre Türen geschlossen haben – die Verbundenheit der beiden Schwestern zu Weyer und die Dankbarkeit eines ganzen Dorfes bleiben jedoch bestehen. Denn Marianne und Margret Arns haben nicht nur Torten und Kuchen gebacken, sondern über mehr als drei Jahrzehnte das Miteinander in Weyer mitgeprägt. Dafür sagte ihnen an diesem Abend ein ganzes Dorf von Herzen: Danke.

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