#weyer_eifel
    Bürgerhaus / Bürgerhalle
    Höchster Punkt im Stadtgebiet Mechernich / Brehberg 525m
    Sportpark am Weyerstein
    Kartsteinhöhlen / Kakushöhle
    Brehberg 525m
    Weyerer Wald
    Weyer in der Eifel
    Feuerwehrgerätehaus Weyer
    Pfarrkirche St. Cyriakus
    Kriegerdenkmal und Jubiläumsstele

    Ein Sommer im Zeichen der Waldbrandgefahr – die Feuerwehr Weyer im Einsatz

    Zunächst waren es vor allem die Nachrichten über verheerende Wald- und Flächenbrände in Frankreich und Spanien, die uns in diesem Sommer erreicht haben. Doch schon bald wurde deutlich: Die außergewöhnliche Trockenheit und die damit verbundene Waldbrandgefahr machten auch vor unserer eigenen Region nicht Halt.

    Für die Freiwillige Feuerwehr Weyer und die Feuerwehren im Stadtgebiet Mechernich sollten die folgenden Wochen von mehreren Wald- und Flächenbränden, intensiven Einsätzen und zusätzlichen Übungen geprägt sein.

    Waldbrand in Bescheid / Wielspütz

    Einer der ersten größeren Einsätze führte die Einsatzkräfte nach Bescheid beziehungsweise Wielspütz. Was zunächst als Flächenbrand auf einem Feld begann, griff auf ein angrenzendes Waldstück über.

    Die trockene Vegetation bot dem Feuer ideale Bedingungen. Gemeinsam mit weiteren Einheiten konnte der Brand schließlich unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausbreitung verhindert werden.

    Waldbrand in Voissel – im Nationalpark Eifel

    Kurz darauf ging es nach Voissel in den Bereich des Nationalparks Eifel. Die Einsatzstelle lag in einem schwer zugänglichen Gelände. Um das Feuer erreichen und ausreichend Löschwasser an die Brandstelle bringen zu können, mussten große Schlauchstrecken verlegt werden.

    Unterstützung kam dabei auch von der sogenannten „Fire Fighter“ Einheit des Landesbetriebs Wald und Holz NRW, die mit Spezialfahrzeugen und besonderer Ausrüstung und großen Wassermengen von 10.000 Liter für die Brandbekämpfung im Wald ausgestattet sind.

    Waldbrand am Kreuzweg – nur wenige Meter vom Weyerer Wald entfernt

    Besonders aufmerksam wurde die Lage beim Wald- und Flächenbrand am Kreuzweg auf der Nettersheimer Seite. Das Feuer befand sich unmittelbar vor unserer Haustür und bedrohte damit auch den Weyerer Wald, von einheimischen auch „Paradies“ genannt.

    Hier zeigte sich einmal mehr, wie wichtig die gemeinde- und kreisübergreifende Zusammenarbeit ist. Der großflächige Flächenbrand breitete sich aus, griff auf eine Waldinsel und schließlich auch auf eine Strohmiete über.

    Die Einsatzkräfte konnten das Feuer letztlich unter Kontrolle bringen und verhindern, dass es sich weiter in Richtung des Waldes ausbreitete.

    Der große Waldbrand im Hürtgenwald

    Der wohl größte und zugleich bekannteste Einsatz der vergangenen Wochen war der Waldbrand im Hürtgenwald im Kreis Düren. Es handelte sich um den größten Waldbrand in der Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen.

    Über Tage wurde über den Einsatz auch überregional intensiv berichtet. Die Feuerwehr Weyer war dabei Teil des Einsatzverbundes des Kreises Euskirchen. Insgesamt waren 17 Fahrzeuge und rund 100 Einsatzkräfte aus dem Kreis Euskirchen beteiligt.

    Ein Einsatz dieser Größenordnung konnte nur durch das Zusammenspiel zahlreicher Hilfsorganisationen und Behörden bewältigt werden. Neben den Feuerwehren waren unter anderem Polizei, Bundeswehr, Technisches Hilfswerk (THW) und Deutsches Rotes Kreuz (DRK) beteiligt. Hinzu kamen zahlreiche weitere Einsatzkräfte, Spezialisten und Unterstützer mit besonderem Gerät, Fahrzeugen und Fachwissen.

    Gerade bei einem Waldbrand dieser Dimension wurde deutlich, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit und eine gute Vorbereitung auf solche außergewöhnlichen Einsatzlagen sind. Viele der notwendigen Abläufe waren zuvor auch bereits in Übungen von unserer Feuerwehr trainiert worden.

    Das Weyerer LF-KatS im Einsatz

    Auch das Weyerer LF-KatS ist für solche Einsatzlagen besonders geeignet. Das geländegängige Fahrzeug kann auch schwieriges und unwegsames Gelände erreichen und verfügt über eine umfangreiche Ausstattung für die Wald- und Flächenbrandbekämpfung.

    Insbesondere die umfangreiche Schlauchausstattung ermöglicht es, auch über größere Entfernungen schnell Löschwasser an die Einsatzstelle zu bringen. Damit ist das Weyerer Fahrzeug gerade bei Einsätzen in Wald- und Flächengebieten eine wichtige Ergänzung im Einsatzverbund.

    Unverzichtbare Unterstützung durch Landwirte und Lohnunternehmen

    Bei allen Einsätzen zeigte sich zudem, wie wertvoll die Unterstützung aus der Landwirtschaft und von den Lohnunternehmen war.

    Mit ihren Fahrzeugen und Wasserfässern brachten sie große Mengen Löschwasser zu den Einsatzstellen und unterstützten die Feuerwehr damit insbesondere dort, wo die reguläre Wasserversorgung nicht ausreichte oder die Brandstellen nur schwer erreichbar waren.

    Diese Unterstützung war bei den teilweise großflächigen Bränden unverzichtbar und ein wichtiger Bestandteil der erfolgreichen Brandbekämpfung.

    Ein besonderer Dank gilt daher allen Landwirten und Lohnunternehmen, die mit ihrer Technik, ihrem Wasser und ihrem Einsatz die Feuerwehren unterstützt haben.

    Üben, während andere Einsätze laufen

    Neben den tatsächlichen Brandeinsätzen wurde gleichzeitig weiter für mögliche weitere Einsatzlagen geübt.

    Bei einer Übung der Freiwilligen Feuerwehr wurde insbesondere die Zuführung großer Mengen Löschwasser trainiert. Auch gemeinsam mit der Feuerwehr Eiserfey wurde eine Flächenbrandlage geübt.

    Denn die vergangenen Wochen haben deutlich gemacht: Auf solche Einsatzlagen muss man vorbereitet sein, bevor es ernst wird.

    Ein außergewöhnlich trockener Sommer

    Die Ursache für die besondere Brisanz der vergangenen Wochen liegt vor allem in der außergewöhnlichen Trockenheit.

    Seit Ende Mai fiel über einen langen Zeitraum kaum nennenswerter Regen. Wiesen und Weiden waren ausgetrocknet, die Böden auf den Äckern trocken und auch die Vegetation in den Wäldern hatte kaum noch Feuchtigkeit.

    Die Auswirkungen waren überall sichtbar und teilweise weit über unsere Region hinaus wahrnehmbar. Rauchschwaden und der intensive Brandgeruch der Brände, wie zuletzt aus dem Hohen Venn waren nicht nur in der Eifel zu bemerken, sondern zogen bis weit ins Rheinland und waren teilweise sogar in den großen Metropolen der Region wahrzunehmen.

    Auch der Rhein führte zeitweise außergewöhnlich wenig Wasser. Brände in besonders empfindlichen Landschaften wie dem Hohen Venn und Moorgebieten zeigten, wie angespannt die Situation war.

    Für die Feuerwehren bedeutete dies: Schon ein kleiner Brandherd konnte sich unter den entsprechenden Bedingungen innerhalb kürzester Zeit zu einem größeren Feuer entwickeln.

    Viele Brände wären vermeidbar

    So unterschiedlich die Einsatzstellen auch waren – eines haben viele dieser Brände gemeinsam: Sie hätten möglicherweise verhindert werden können.

    Eine achtlos aus dem Auto geschnippte Zigarettenkippe kann trockenes Gras entzünden. Auch eine am Wegesrand weggeworfene Zigarette reicht bei entsprechender Trockenheit aus, um einen Brand auszulösen.

    Ebenso gefährlich kann Grillen im freien Gelände sein. Heiße Fahrzeugteile oder Motoren dürfen nicht auf trockenen Wiesen, Feldern oder Waldrändern abgestellt werden.

    Und selbst scheinbar harmloser Müll kann zur Gefahr werden: Weggeworfenes Glas kann bei entsprechender Sonneneinstrahlung einen Brandherd verursachen.

    Gemeinsam gegen die Waldbrandgefahr

    Die vergangenen Wochen haben eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig eine gut ausgebildete und ausgestattete Feuerwehr und die Zusammenarbeit über Orts-, Stadt- und Kreisgrenzen hinweg sind.

    Die Feuerwehr Weyer war gemeinsam mit den Feuerwehren im Stadtgebiet und darüber hinaus mehrfach gefordert. Alle Brandlagen konnten unter Kontrolle gebracht werden.

    Ein großer Dank gilt deshalb allen Einsatzkräften, die bei teilweise schwierigen Bedingungen ihren Dienst geleistet haben – ebenso den Landwirten, Lohnunternehmen und weiteren Unterstützern, die mit Fahrzeugen, Wasser und Technik geholfen haben.

    Die Einsätze haben aber auch gezeigt: Waldbrandschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Die Feuerwehren können Brände bekämpfen – verhindern können wir sie vielfach nur gemeinsam.

    Bitte helfen auch Sie mit, unsere Wälder, Felder und Wiesen zu schützen. Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit kann ausreichen, um einen großen Einsatz auszulösen.

    Weyer auf Social Media
    Wir benutzen Cookies
    Wir nutzen Cookies und Google Fonts auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.